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Spuren und Fährten von Lästlingen

Wie oft sind wir schon von einem Spaziergang durch Wald und Feld nach Hause gekommen und haben außer einigen Vögeln und Insekten kein weiteres Tier entdecken können. Viele Tiere, vor allem die meisten Säugetiere bleiben unseren Blicken verborgen, weil sie dämmerungs- bzw. nachtaktiv und scheu sind. Doch auch tagaktive Tiere bekommen wir kaum zu Gesicht, weil sie unsere Anwesenheit weit früher entdecken als wir die ihre und sie sich verstecken. Dem Kundigen jedoch verraten die Zeichen und Spuren, die die Tiere hinterlassen haben, eine Menge über deren Anwesenheit und Verhalten.

Früher war die Fähigkeit, Tierspuren zu erkennen und zu deuten, für die Menschen lebensnotwendig, denn davon hing oft der Jagderfolg ab. Heutzutage ist es noch für Jäger und Förster von Bedeutung, Spuren lesen zu können, um den Wildbestand richtig einzuschätzen.

In unserer Zeit. in der die Refugien für unsere Wildtiere immer mehr schwinden, andererseits der Druck der Erholungssuchenden auf natur-nahe Lebensräume immer größer wird, ist es für den Schutz der Wildtiere wichtig, daß möglichst viele Menschen auch Kenntnisse über deren Lebensgewohnheiten besitzen; denn, wer Tierspuren finden und deuten kann, lernt viele Verhaltens-weisen der Tiere kennen. Er kann deshalb auch eher Rücksicht auf die Bedürfnisse der Wildtiere nehmen, als jemand, der »blind« durch Wald und Flur läuft.

Steinmarder

Steinmarder, häufige Bewohner der offenen, schlupf - winkelreichen Kulturlandschaft, haben nackte Sohlenballen. Daher drücken sich im deutlichen Trittsiegel meist alle 5 Zehenballen, der dreitappige Hauptballen und die Krallen ab. Der Abdruck der innersten Zehe ist jedoch oft nur angedeutet. Länge vorne 3,5 cm, hinten 4 cm, Breite jeweils 3 cm. Die häufigste Fortbewegungsart des Steinmarders ist der Zweisprung, bei dem die Hinterpfoten genau in die Abdrücke der schräg nebeneinanderstehenden Vorderpfoten gesetzt werden (Schrittlänge 40-60 cm). Die Zweisprungfolge wird manchmal durch einen Dreisprung unterbrochen, wobei das Tier nur einen Hinterfuß in den entsprechenden Vorderfußabdruck setzt, den anderen jedoch daneben. Flüchtende Steinmarder ( hinterlassen unterschiedliche Trittbilder; meistens werden alle 4 Pfoten abgedrückt (Schrittlänge ca. 1 m). 

 

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Hermelin

Das Trittsiegel des Hermelins ist eine kleine Ausgabe von dem des Steinmarders: (d) Länge vorne 2 cm, hinten 3,5 cm; Breite vorne 1,5 cm, hinten 1,3 cm. Die Trittsiegel der 99 sind kleiner. Durch die stärkere Behaarung im Winter sind die Ballen im Abdruck verwischt. Das Hermelin bewegt sich meistens im Zweisprung fort.

Iltis

Das Trittsiegel des Iltis ist vorne 2,5-3,5 cm, hinten 2,4-2,8 cm lang, auf weichem Boden 4–4,5 cm, da dann ein größerer Teil des Fußes abgedrückt wird; Breite vorne 2,5-4 cm, hinten 2,5-3,5 cm. Zwei- oder Dreisprung sind die häufigsten Fortbewegungsarten. Auf der Flucht hinterlassen Iltisse Trittbilder ähnlich denen des Steinmarders, außerdem eine trapezförmige Anordnung der Trittsiegel, die an die des Eichhörnchens erinnert.

 

Dachs

Dachse bewohnen hauptsächlich Laub- und Mischwälder und Parklandschaften. Typisch an der Dachsspur ist die leichte Innenwendung der Pfotenabdrücke. Das Trittsiegel des Dachses erinnert an das eines kleinen Bären. Beide sind Sohlengänger, allerdings erscheint der Fersenballen der Vorderpfote beim Dachs nicht im Abdruck. Da die Pfotenunterseite nicht behaart ist, sind alle Ballen in der Spur deutlich zu sehen. Die Vorderpfote erkennt man an den 5 starken Krallen. die meistens 2–3 cm vor den Zehenballen abgedrückt werden. Die Hinterfußkrallen sind nur 1 cm lang. Die Länge des Vorderpfotentrittsiegels beträgt 5 cm, bei Ab-druck des Fersenballens bis 7 cm, die Breite 4–5 cm. Die Hinterpfoten werden mit der ganzen Sohle abgedrückt, sie sind 6,5 cm lang und 3,5–4 cm breit.

Die häufigste Bewegungsform des Dachses ist der behäbige Gang. Dabei setzt er die Hinterpfoten etwas nach hinten versetzt in die Ab-drücke der Vorderpfoten (Schrittlänge 30–50 cm). Im Trab übereilt der Dachs (Schrittlänge 70–80 cm), offene Flächen überquert er manchmal im Galopp.

Eichhörnchen

In Anpassung an die kletternde Lebensweise besitzt das Eichhörnchen, ein häufiger Bewohner unserer Wälder, Gärten und Parks mit alten Bäumen, am Vorderfuß 4 lange, stark spreizbare Zehen, die innerste Zehe ist verkümmert. Im Trittsiegel drücken sich 4 Zehenballen, 3 Haupt- und 2 Fersenballen ab. Am Hinterfuß sitzen 5 Zehen, die 3 mittleren sind gleich lang und liegen eng nebeneinander, die beiden äußeren sind kürzer und können stark gespreizt werden. Der Hinterfuß weist 4 Hauptballen auf, aber keine Fersenballen, er drückt sich in der Spur meistens bis zum Fersengelenk ab. Die scharfen Krallen sind im Trittsiegel fast immer zu erkennen. Länge der Trittsiegel vorne 3-4 cm, hinten 4-5 cm; Breite vorne 1,5-2 cm, hinten 2,5-3,5 cm.

Ähnlich wie bei Hasen und Kaninchen ist die einzige Fortbewegungsart auf dem Boden das Hoppeln. Dabei setzt das Eichhörnchen die beiden kleineren Vorderpfoten gerade nebeneinander, mit den größeren Hinterpfoten übereilt es im Sprung, so daß diese - auch gerade nebeneinander - vor die Abdrücke der Vorderpfoten gesetzt werden; der Abstand zwischen den Hinterpfoten ist größer als der zwischen den Vorderpfoten.

Bisamratte

Bisamratten wurden Anfang dieses Jahrhunderts aus Nordamerika bei uns eingebürgert und gehören heute zu den häufigeren Säugetieren in wasserpflanzenreichen Gewässern mit dichtem Uferbewuchs. Sie haben fünfzehige Füße, die innerste Zehe der Vorderpfote ist jedoch so stark reduziert, daß sie kaum in der Spur ab-gedrückt wird. Die Zehen sind relativ lang und tragen schmale Krallen. Da die Fußsohle unbehaart ist, drücken sich alle Haupt- und Fersenballen im Trittsiegel  meist gut ab. Die Zehenränder der Hinterfüße weisen Borstensäume auf, die die Fußfläche vergrößern, am Zehengrund befinden sich kurze Schwimmhäute. Die Zehen des Vorderfußes können relativ stark gespreizt werden. Die Länge der Trittsiegel beträgt vorne 3,5 cm, hinten 6-7 cm, die Breite vorne 3 cm, hinten 3,5-4,5 cm.

Bisamratten laufen häufig im Gang oder Trab; dabei treten die Hinterfüße mehr oder weniger exakt in die Abdrücke der Vorderfüße. Auf weichem Untergrund, besonders im Schnee, hinterläßt der seitlich abgeplattete Schwanz in der Bisamratten-Fährte eine tiefe Furche.