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S - Schädlingsbekämpfung bis Substrat

Schädlingsbekämpfung bis Substrat

Bezeichnung

Beschreibung

Schwellenwert

Schwellenwert Höhe (in Prozent) zufälliger, technisch nicht vermeidbarer Beimischungen von GVOs in Saatgut, Lebens- oder Futtermitteln. GVO-Beimischungen bis zur Höhe des jeweiligen Schwellenwerts sind von der in der EU geltenden Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Das gilt jedoch nur, wenn es sich um zufällige, technisch nicht vermeidbare Beimischungen handelt und wenn die jeweiligen GVOs zugelassen sind. Absichtliche Beimischungen von GVOs sind unabhängig von ihrer Höhe grundsätzlich zu kennzeichnen. Es sind verschiedene Schwellenwerte zu unterscheiden: Für Lebensmittel und Futtermittel gilt in der EU ein Schwellenwert von 0,9 Prozent. Noch nicht entschieden ist über den Schwellenwert für Saatgut. Die EU-Kommission hatte je nach Pflanzenart 0,3 - 0,7 Prozent vorgeschlagen. Die Diskussion darüber dauert an.

Schädlingsbekämpfung, biologische

Schädlingsbekämpfung, biologische. Maßnahmen zur Abwehr oder starken Reduzierung von Schädlingen an Pflanzen, Tieren und Menschen oder in menschlichen Ansiedlungen unter Vermeidung von Bioziden. Ziel der biologischen Schädlingsbekämpfung ist die Wiederherstellung des biologischen Gleichgewichts. Schädlinge werden durch Ansiedlung ihrer natürlichen Feinde bekämpft, wie z. B. Mückenlarven durch Fische, Insekten durch Vögel. Durch das Aussetzen sterilisierter Artgenossen kann auch die Vermehrung einer schädlichen Tierart eingeschränkt werden. Die Anwendung der biologischen Schädlingsbekämpfung setzt weit reichende biologische Kenntnisse voraus, damit der Erfolg nicht an anderer Stelle teuer bezahlt werden muss. Zu den Misserfolgen zählen die Umkehr des eingesetzten natürlichen Feindes zum Schädling (Übervermehrung) oder der Entzug der Nahrungsgrundlage für erhaltenswerte Tierarten.

Seifen

Seifen sind wasserlösliche Salze aus Alkalimetallen und Fettsäuren von flüssiger, salbenartiger oder fester Konsistenz. Sie gehören zur Gruppe der Tenside.

Selektion

Selektion Auswahl/Auslese Allgemein als Faktor der Evolution: Auslese der Organismen, die am besten überleben können Mit Bezug auf transgene Pflanzen: Aus den nach einer Transformation regenerierten Pflanzen werden diejenigen herausgesucht, bei denen die Transformation erfolgreich war. D.h. die Fremd-Gene sind in das pflanzliche Genom eingebaut (integriert) worden. Da jedoch in den meisten Fällen durch das Fremd-Gen keine optische Veränderung der transgenen Pflanze erkennbar ist, wird ein sogenannter Selektionsmarker eingesetzt. Dieser ermöglicht die Auswahl der erfolgreich transformierten Pflanzen (nur ein sehr geringer Prozentsatz!). Zurzeit werden vor allem Antibiotika- und Herbizidresistenz-Gene zur Selektion transformierter Zellen genutzt. Sie werden zusätzlich zum eigentlichen Zielgen in die Pflanze eingeführt. Wenn etwa als Selektionsmarker ein Antibiotikaresistenz-Gen verwendet wurde, wird dem Nährboden, auf dem die Pflanzen regenerieren, das Antibiotikum beigefügt. Nur Zellen, die das Gen für die Antibiotikaresistenz tragen, können unter diesen Bedingungen überleben und regenerieren. Alle anderen Zellen sterben ab. Alternativ gibt es die Möglichkeit physiologische, d.h. den natürlichen Stoffwechsel der Pflanzen beeinflussende, Markergene einzusetzen.

Sondermüll

Sondermüll auch als Giftmüll bekannt, betrifft folgende Abfälle: Batterien, Medikamente, Farb- und Lackreste, Holzschutzmittel, Altöl, Leuchtstoffröhren, Entkalker, Insektensprays. Sondermüll muß auf eigene Wege entsorgt werden und kann teilweise recycelt werden

Sterilität

Sterilität Unvermögen, Nachkommen hervorzubringen Pflanzliche Gene werden über Pollen und Samen bzw. Früchte weiterverbreitet. Bei sterilen Pflanzen unterbleibt die Ausbildung von Pollen und/ oder der Ansatz von Samen (samenlose Früchte). Männlich und weiblich sterile Pflanzenformen sind bei einigen Kulturarten verfügbar. Auch die Gentechnik bemüht sich um die Erzeugung männlicher und/oder weiblicher Sterilität. Sterile Pflanzenlinien bieten sich dort an, wo ein Gentransfer nicht erwünscht ist und im Vordergrund der Nutzung nicht der Samenansatz steht. Dies ist beispielsweise bei Gehölzarten der Fall.

Stärke

Stärke das in der menschlichen Nahrung vorherrschende Kohlenhydrat Stärke wird in allen chlorophyllhaltigen Pflanzenteilen im Zusammenhang mit der Photosynthese gebildet. Sie ist ein Energiespeicher und wird in Samen, Knollen oder Wurzeln eingelagert. Chemisch besteht Stärke aus großen, teils zu kettenförmigen Molekülen verknüpften Polysacchariden (Zucker). Die in vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln vorhandene Stärke muss erst durch Enzyme in Zucker-Einheiten zerlegt werden, bevor sie vom menschlichen Körper aufgenommen werden kann. Die zur Stärkespaltung notwendigen Enzyme werden von im Darm siedelnden Mikroorganismen gebildet. In verschiedenen Formen wird Stärke als Lebensmittel-Zutat eingesetzt. Sie dient als Bindemittel, Träger- und Füllstoff. Bei der Stärkeverzuckerung wird pflanzliche Stärke unter Einsatz industriell hergestellter Enzyme in Zucker – etwa Glucose (Traubenzucker) – zerlegt. Stärke ist auch nachwachsender Rohstoff für die Chemie-, Papier- und Verpackungsindustrie. Aus Stärke können etwa Kleister, Kleb- und Schmierstoffe, Filme, Bau- und Kunststoffe, abbaubare Verpackungen oder Baumaterialien hergestellt werden. Entscheidend für die funktionalen Eigenschaften sind die beiden unterschiedlichen Stärketypen Amylopektin und Amylose.

Substrat

Substrat ist ein Material, das zu Beginn einer Bodenbildung an der Geländeoberfläche angestanden hat. Substrate können unverwitterte Gesteine, ihre verwitterten Umlagerungsprodukte, aber auch vom Menschen abgelagerte natürliche oder technogene Materialien sein.