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Bezeichnung | Beschreibung | |
Rhizobien | Rhizobien auch: Knöllchenbakterien Bakterien, die Stickstoff binden Als Rhizobien werden verschiedene Bakterien bezeichnet, die im Wurzelbereich von Leguminosen (Hülsenfrüchten) mit diesen in Symbiose leben. Sie besitzen die Fähigkeit zur biologischen Stickstoff- Fixierung: Sie binden den Stickstoff der Luft und überführen ihn in lösliche, für die Pflanzen verwertbare Stickstoffverbindungen. Im Unterschied zum Anbau anderer Nutzpflanzen ist bei Hülsenfrüchten keine Stickstoffdüngung (Nitrat) erforderlich. Sie werden daher auch als Zwischenfrucht gepflanzt, um eine Stickstoff-Auffrischung im Boden zu bewirken. Die Fähigkeit der Rhizobien zur Stickstofff-Fixierung ist von Interesse bei der Entwicklung von Stickstoff fixierenden Pflanzen. Allerdings sind an diesem komplexen Prozess mehrere Gene beteiligt. Bisher ist es noch nicht gelungen, mit gentechnischen Verfahren Stickstoff fixierende Pflanzen zu entwickeln. | |
Rhizosphäre | Rhizosphäre Bodenschicht, die von den Wurzelsystemen der Pflanzen durchwuchert wird. Als Rhizosphärenflora wird die Gesamtheit aller im Wurzelbereich der Pflanzen lebenden Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) bezeichnet. | |
Ribosomen | Ribosomen Zellpartikel, „Eiweißfabriken“ der Zellen Die Ribosomen sind kleinste, nur unter dem Elektronen- mikroskop sichtbare Körperchen im Inneren aller lebenden Zellen. Ein einzelnes Koli-Bakterium (Escherichia coli) hat etwa 15.000 Ribosomen. In den Ribosomen wird die genetische Information in die Bildung von Proteinen übersetzt (Translation). Der DNA-Code eines Gens wird durch die Boten-RNA (m-RNA, Messenger-RNA) an die Ribosomen übermittelt. Hier werden die einzelnen Aminosäuren in genau der Reihenfolge, die das jeweilige Gen vorschreibt, zu einem Kettenmolekül zusammengesetzt. Daraus entsteht durch Faltung das jeweilige Protein. | |
Ribosomen-inhibierende Proteine | Ribosomen-inhibierende Proteine (RiPs) Proteine, die die Bildung von bestimmten Eiweißen bei Pilzen verhindern. Sie tun dies, indem sie die zuständigen Ribosomen inaktivieren. In der Resistenzzüchtung gibt es gentechnische Ansätze, die diese RiPs zur Abwehr von pflanzlichen Pilzen einsetzen. Werden sie in transgenen Pflanzen gebildet, hemmen sie die Proteinsynthese eindringender Pilz und verhindern dadurch weiteres Pilzwachstum. Pflanzeneigene Ribosomen werden nicht angegriffen. | |