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Bezeichnung | Beschreibung | |
Parasiten und Parasitoide | Parasiten und Parasitoide - Organismen, die in direktem Kontakt von einem anderen Organismus (Wirt) leben. Genau genommen müssen Parasiten und Parasitoide unterschieden werden: - Parasiten entwickeln sich an oder in einem Wirt, wobei der Wirt selbst überlebt. - Parasitoide hingegen entwickeln sich an oder in einem Wirt, wobei der Wirt abstirbt, allerdings erst dann, wenn die Entwicklung des Parasitoiden gesichert ist. Wenn ein Parasitoid selbst von einem anderen Parasitoiden befallen wird, so nennt man diesen Hyperparasitoid. Parasiten und Parasitoide befallen ihren Wirt während unterschiedlicher Entwicklungs- stadien. So legen sie ihre Eier entweder in die Eier ihrer Wirte, in die Larven oder Puppen, manchmal befallen sie auch die erwachsenen Wirtsorganismen. Parasitoide sind neben den Prädatoren die wichtigsten Gegenspieler von Insekten wie z.B. der Blattlaus. | |
Peptid | Peptid Verbindung, die aus mehreren kettenförmig verknüpften Aminosäuren besteht. Dipeptide haben zwei Aminosäuren im Molekül, Tripeptide drei usw. Bei mehr als zehn Aminosäuren spricht man von Polypeptiden. Ein oder mehrere Polypeptide wiederum bilden ein Protein. Natürlich vorkommende Peptide sind z.B. das Peptidhormon Insulin, das Antibiotikum Penicillin, der Gewebestoff Glutathion. | |
Phosphate | Phosphate sind z.B. in Würstchen und Schmelzkäse enthalten. Menschen (Knochenaufbau) und Pflanzen benötigen diesen Stoff, sie entziehen aber bei Überfluß Calcium. Weiters verursachen zu viele Phosphate in den Abwässern das Umkippen von Seen und Flüssen. | |
Phytopathologie | Phytopathologie; phytopathogen Lehre von den Krankheiten der Pflanzen und ihrer Bekämpfung. Pilze, Nematoden, Bakterien oder Viren, die Pflanzenkrankheiten auslösen, werden als phytopathogen bezeichnet. In Mitteleuropa treten eine Reihe von Pflanzenkrankheiten auf, zu deren Bekämpfung meistens eine Kombination verschiedener Maßnahmen erforderlich ist - etwa Sortenwahl, Standort, Fruchtfolge, Anbauverfahren, biologische und chemische Pflanzenschutzmittel. | |
Pilzresistenz | Pilzresistenz Pilze sind Verursacher verschiedener Pflanzenkrankheiten. Mit gentechnischen Verfahren sollen pilzresistente Sorten erzeugt werden. Bei einigen Pflanzenarten (Kartoffeln, Getreide, Weinrebe) kann Pilzbefall - etwa Mehltau, Grauschimmel oder Phytophtora - zu erheblichen Ernteausfällen führen. Die krankheitsauslösenden Pilze werden üblicherweise mit chemischen Fungiziden oder Schwermetallpräparaten (z.B. Kupfervitriol) bekämpft. Bei einigen Arten sind resistente Sorten auf konventionellem Weg gezüchtet worden. Zwar wird intensiv an der Entwicklung gentechnisch erzeugter pilzresistenter Pflanzen gearbeitet, doch bisher haben diese Anstrengungen noch nicht zu anwendungsreifen Sorten geführt. Dabei werden verschiedene Ansätze verfolgt. - Übertragung pflanzlicher oder bakterieller Gene für Substanzen, die Pilze zerstören, z.B. Chitinase oder Glukanase - Einschleusen von Genen für bestimmte Proteine, die von Pflanzen zur Abwehr von Pilzen gebildet werden. - Erhöhung der hypersensitiven Reaktion. Viele Pflanzen stoßen das von den Pilzen befallene Zellgewebe ab und verhindern so eine Vermehrung der Erreger. Dieser Mechanismus wird gentechnisch verstärkt. | |
Plastiden | Plastiden Obergriff für verschiedene Organellen in den Zellen grüner Pflanzen Plastiden sind kleine, von einer doppelten Membranschicht umgebene eigenständige Einheiten im Zellplasma grüner Pflanzen. Sie verfügen über eigene, ringförmige DNA und eigene Ribosomen (Eiweißfabriken), um diese in Proteine umzusetzen. Plastiden vermehren sich durch Teilung. Es gibt verschiedene Typen von Plastiden, etwa: - Chloroplasten in Gewebe, die bei der Photosynthese aktiv sind - Proplastiden in jungen, noch undifferenzierten Zellen (Meristemzellen) - Leukoplasten in Zellen von Rinden und Randschichten (Epidermis) - Gerontoplasten im Herbstlaub Alle Plastiden mit Ausnahme der Gerontoplasten können sich ineinander umwandeln. In der Gentechnik versucht man, neue Gene in die DNA der Plastide einzuschleusen. Anders als die DNA im Zellkern wird die DNA der Plastide bei der Vermehrung – etwa über Pollen- nicht weitergegeben. Der Anteil der Plastiden-DNA an der Gesamt-DNA einer Pflanzenzelle beträgt zwischen 1 und 25%. | |
Polychlorierte Biphenyle | Polychlorierte Biphenyle, chemische Abkürzung PCB. Sie werden als Schmiermittel, Isolier- und Kühlflüssigkeit und als Weichmacher verwendet. PCB´s sind sehr giftig, krebserregend, verursachen u.a. Juckreiz und Kopfschmerzen, werden allerdings seit 1984 nicht mehr produziert. | |
Polyvinylchloride (PVC) | Polyvinylchloride (PVC)besser bekannt als PVC sind Kunststoffe aus Chlor, Erdöl und Weichmachern. Sie bilden bei der Verbrennung Chlorwasserstoffe, die sich durch die Verbindung mit Luftfeuchtigkeit als saurer Regen auf die Erde niederschlagen. | |
Proteine | Proteine, auch: Eiweiße aus Aminosäuren aufgebaute Moleküle, die Struktur und Funktion jeder lebenden Zelle bedingen. Die Proteine sind der "Grundstoff des Lebens“. Sie sind verantwortlich für die Form, den Aufbau der Zellen und für die biochemischen Prozesse des Stoffwechsels. Ihre Aufgaben sind vielfältig. So gibt es u.a. Strukturproteine (z.B. Collagen), Enzymproteine, Transportproteine (z.B. Hämoglobin), Immunproteine, Hormonproteine. Ein Mensch besitzt Zehntausende verschiedener Proteine, gebildet aus nur zwanzig Aminosäuren. Die Aminosäuren verbinden sich dabei zu langen, zu einer bestimmten räumlichen Struktur gefalteten Ketten. Viele Proteine bestehen aus mehreren solcher Ketten. Die Eigenschaften eines Organismus hängen wesentlich von der Art, Zusammensetzung und Struktur seiner Proteine ab. Diese ist im genetischen Code (DNA) festgelegt. Vereinfacht: Jeweils ein Gen enthält die „Bau-Anleitung“ für ein Protein. Die genetische Information wird abgelesen und an die in den Zellen vorhandenen „Eiweißfabriken“ (Ribosomen) übermittelt. Dort werden die jeweiligen Proteine hergestellt. | |
Protoplasten | Protoplasten (Pflanzen-) Zellen, deren Zellwand durch bestimmte Enzyme abgebaut worden ist. Nach Entfernen der Zellwand nehmen Protoplasten eine kugelige Gestalt an. Damit sie nicht platzen, werden Protoplasten in einem Medium gehalten, in dem die gleichen Druckverhältnisse herrschein wie innerhalb der Zelle. Durch chemische oder elektrische Impulse ist es möglich, dass sich verschiedene Protoplasten vereinigen und dabei ihr genetisches Material austauschen (Protoplastenfusion). Grundsätzlich können daran auch Protoplasten verschiedener Arten beteiligt sein, bei Pflanzen etwa Tomaten und Kartoffeln. Allerdings ist es nur selten möglich, aus diesen Hybriden ganze Pflanzen zu regenerieren. Bei den Fusionen entstehen zufällige, nicht von außen steuerbare Kombinationen aus den Genen der beteiligten Zellen. Hingegen werden bei der Transformation mit gentechnischen Methoden nur einzelne, bekannte Gene übertragen. | |
pat-Gen | pat-Gen vermittelt eine Toleranz gegenüber dem herbiziden Wirkstoff Phosphinotricin (Glufosinat) Eine Reihe von Bodenbakterien besitzen natürlicherweise das pat-Gen. Sie sind dadurch in der Lage, Phosphinotricin (Glufosinat) im Boden abzubauen. 1988 gelang es, das pat-Gen aus Bakterien zu isolieren und in Pflanzen auf gentechnischem Wege zu übertragen. Diese Pflanzen sind jetzt auch in der Lage, den herbiziden Wirkstoff Phosphinotricin (Glufosinat) abzubauen, d.h. sie zeigen eine Herbizidtoleranz. Genaue Bezeichnung des pat-Gens: Phosphinotricin- Acetyl-Transferase | |
pathogen | pathogen krankheitserregend Viele Bakterien und Viren besitzen die Fähigkeit, Krankheiten zu verursachen. In der Gentechnik wird häufig mit nichtpathogenen Arten, z.B. dem Darmbakterium Escherichia coli, gearbeitet | |