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M - MAK-Wert bis Mäusebekämpfung

MAK-Wert bis Mäusebekämpfung

Bezeichnung

Beschreibung

MAK-Wert

MAK-Wert (maximale Arbeitsplatzkonzentration ist die höchstzulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes (Gas, Dampf oder Schwebstoff) in der Luft am Arbeitsplatz, die nach heutiger Kenntnis selbst bei wiederholter und langfristiger Exposition von 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden in der Woche im Allgemeinen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen und keine unangemessene Belästigung darstellt

MCPA

MCPA ist chemisch eine chlorierte Phenoxyalkansäure, die auf Grund ihrer Toxizität (LDSo oral, Ratte = 1.160 mg/kg) als gesundheitsschädlich eingestuft ist. Die MCPA-Präparate (Brennessel-Granulat Spiess-Urania, Herbizid M Du PONT, Rasen Utox flüssig, U 46 M fluid, Utox M) werden als Herbizide im Pflanzenschutz verwendet. Bei Kontakt können Haut- und Augenreizungen auftreten. Nach massiver Aufnahme treten Bewusstseinsstörungen und Koma auf, die bis zum Nieren- und Kreislaufversagen führen können.

MIK-Wert

MIK-Wert ist der maximale Immissionskonzentrations-Wert. Er wird für bestimmte luftfremde Stoffe gesetzlich als maximal zulässig in der bodennahen Atmosphäre festgelegt. Der MIK-Wert ist ein Richtwert für die Dauerbelastung durch Luftschadstoffe in der Nachbarschaft von Industrieanlagen. Diese Konzentrationen der Luftverunreinigungen gelten nach den derzeitigen Erfahrungen für Menschen, Tiere und Pflanzen bei bestimmter Dauer und Häufigkeit der Einwirkung als unbedenklich.

Magnesiumphospid

Magnesiumphospid ist chemisch eine Magnesium-Phosphorverbindung, die auf Grund ihrer Toxizität (LD;o oral, Ratte = 11,2 mg/kg) als sehr giftig eingestuft wird. Der eigentliche Wirkstoff, das Phosphin (PH3), wird durch die Reaktion von Magnesiumphosphid mit Wasser freigesetzt. Magnesiumphosphid-Präparate (Degesch Plate, Degesch Strip, Detia Gas-Ex-B ) werden als Begasungsmittel zur Insekten- und Milbenbekämpfung angewendet. Bei Vergiftungen werden beim Menschen Mattigkeit, Ohrensausen, Ubelkeit, Angstgefühl, Gleichgewichtsstörungen, Bewusstlosigkeit, Atemnot, Unruhe, Kopf-schmerzen, Kältegefühl, Schwitzen, Schwindel, Erbrechen, Leibschmerzen, Durchfall, Krämpfe , Atem- und Herzstill-stand beobachtet.

Malathion

Malathion ist chemisch ein Organophosphat. Auf Grund seiner Toxizität (LDSo oral, Ratte = 1.000-1.845 mg/kg) wird es als gesundheitsschädlich eingestuft. Malathion-Präparate (Delicia-Milon-Aerosol, Delicia-Milon-EC, Insektenil Konzentrat) wurden als Insektizide angewendet. Bei Intoxikationen durch Malathion zeigen sich die typischen Symptome der Acetylcholinesterase-Hemmung.

Mancozeb

Mancozeb ist chemisch ein Dithiocarbamat, das wegen seiner sehr geringen Toxizität (LD.,o oral, Ratte = 5.000 mg/ kg) keine Kennzeichnung als Gift aufweist. Mancozeb-Präparate (Acrobat Plus, Dithane Ultra, Ridomil MZ Super, Tattoo) werden als Fungizide angewendet. Als Vergiftungssymptome treten Ubelkeit und Erbrechen auf, die durch Alkoholaufnahme noch verstärkt werden.

Maneb

Maneb ist chemisch ein Dithiocarbamat. Auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 5.000 mg/kg) ist es nicht als Gift eingestuft. Maneb-Präparate (Maneb 350 SC, Manex, Trimangol) werden als Fungizide appliziert. Vergiftungssymptome beim Menschen sind nicht beschrieben.

Manganverbindungen

Manganverbindungen sind insbesondere Salze des Metalls Mangan. Mangansalze werden als Düngemittel verwendet, Kaliumpermanganat (KMn0,) ist als Desinfektionsmittel im Gebrauch. Pflanzenschutzmittel aus der Gruppe der Dithiocarbamate enthalten auch Mangan in den Wirkstoff-Molekülen.

Maulwurfbekämpfung

Maulwurfbekämpfung erfolgt vorwiegend , über Vergrämung durch arteneigene Laute, elektromagnetische Felder und durch Schallwellen, allerdings mit geringen Erfolgsaussichten. Auch Maulwurfsfallen sind zur Bekämpfung zugelassen.

Maulwürfe

Maulwürfe sind Kleinsäuger aus der Familie der Insektenfresser, die mit 27 Arten verbreitet sind. Mit einer Körperlänge von 6 bis 20 Zentimeter, zu Grabschaufeln umgebildete Vorderextremitäten und einer rüsselförmig verlängerten Schnauze sowie kleinen beziehungsweise völlig reduzierten Augen, haben sie einen sehr gut entwickelten Geruchs-und Erschütterungssinn. Ihr Fell ist grau bis schwarz. Meist unterirdisch lebend ernähren sie sich vorwiegend von Insektenlarven und Regenwürmern. Sie bauen unterirdisch ein umfang-reiches Gangsystem mit Maulwurfshügeln. Nützlich sind sie als Schadinsektenvertilger. Durch ihre Wühltätigkeit in Pflanzenkulturen sind sie schädlich. Maulwürfe zählen nach der Bundesartenschutzverordnung zu den besonders geschützten Tierarten.

Maxforce

Maxforce ist ein Schädlingsbekämpfungsmittel (Ködergel) mit dem Wirkstoff Hydramethylnon, das in Form von Köderprodukten zur Vernichtung von Ameisen und Schaben zum Einsatz kommt. Auf Grund seiner Toxizität (LD_o oral, Ratte = 5.000 mg/kg) ist Maxforce nicht als Gift eingestuft.

Mechanische Bekämpfungsverfahren

Mechanische Bekämpfungsverfahren beruhen auf physikalischer Grundlage durch Fallen (Mause- und Rattenschlag-fallen), Klebfallen (Schaben), Fliegenfänger (Stubenfliegen).

Mehltau

Mehltau ist ein mikroskopisch kleiner Algenpilz, der parasitär auf bestimmten Pflanzen lebt. Der Rebenmehltau, sogenannter falscher Mehltau, stammt aus den USA. In den europäischen Weinbergen richtet er großen Schaden an. Algenpilze sind auch Parasiten der Kartoffelpflanzen (Kartoffelkrebs) und des Tabaks. Die Bekämpfung des Mehltaus erfolgt mit verschiedenen Fungiziden (u.a. STEFES Instant) MEK-Wert ist der maximale Emissionskonzentrations-Wert, der zulässig ist, ohne dass Schädigungen von Menschen, Tieren und Pflanzen aus der Umwelt heraus erfolgen. Emissionen sind die in fester, flüssiger oder gasförmiger Form aus Industrieanlagen und aus Ab-gasen von Verkehrsmitteln ab-gegebenen Luftverunreinigungen in die Umwelt.

Metaboliten

Metaboliten sind im Stoffwechselprozess der Lebewesen entstehende (umgesetzte) chemische Substanzen (Stoffe). Metaboliten sind zum Teil auch Zwischenprodukte und außer-dem Abbauprodukte verschiedener Schadstoffe (unter anderem Pestizide).

Metaldehyd

Metaldehyd ist chemisch ein cyclisches Acetaldehydtetramer. Auf Grund seiner Toxizität (LD,o oral, Ratte = 283 mg/ kg) ist es als gesundheitsschädlich eingeordnet. Die Metaldehyd-Präparate (Compo Schnekkenkorn, Delu Schneckenkorn, Scheckenkorn, Scheckenkorn Limex, Schneckentod) werden als Molluskizide verwendet. Bei geringer Kontamination treten Erbrechen, Ubelkeit, Kopf-schmerzen, Bauchschmerzen und Gesichtsrötung auf. Mittlere Exposition führt zu Muskelzuckungen, Fieber und Verwirrtheit, während größere Mengen tonisch-klonische Krämpfe, Koma, Atemstillstand und Tod zur Folge haben.

Methamidophos

Methamidophos ist chemisch ein Organophosphat, das auf Grund seiner Toxizität (LD,,, oral, Ratte = 20 mg/kg) als sehr giftig eingestuft ist. Die Methamidophos-Präparate (Tamaron, früher auch Filitox) werden als Insektizide in der Landwirtschaft appliziert. Bei Intoxikationen werden die typischen Symptome der Acetylcholinesterase-Hemmung festgestellt.

Methidathion

Methidathion ist chemisch ein Organophosphat. Auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 25 mg/kg) wird es als sehr giftig eingeordnet. Präparate des Methidathion (Ultrazid 40, Ultrazid 200, Ultacron) werden in der Landwirtschaft als Insektizid angewendet. Bei Vergiftungen treten die typischen Symptome der Acetylcholinesterase-Hemmung auf.

Mikroorganismen

Mikroorganismen sind mikroskopisch kleine Lebewesen. Dazu zählen Viren, Bakterien, einzellige Pilze und Algen so-wie Urtiere/ Protozoen (einzellige Tiere).

Mikroverkapselte Wirkstoffe

Mikroverkapselte Wirkstoffe der Schädlingsbekämpfungsmittel bestehen aus einer Dispersion von mikroskopisch kleinen Tropfen der Wirkstoffe in einem wässrigen Medium. Die Tropfen sind individuell mit einer stabilen porösen Schicht aus synthetischen Polymeren überzogen. Dabei steht die Wirkung des Endproduktes in enger Verbindung mit den Eigenschaften der Umhüllung. Die Insektizideigenschaften bleiben erhalten. Mikroverkapselte Präparate (unter anderem Pennphos, Empire 20) haben sich im Innenbereich der Schädlingsbekämpfung bewährt, da sie lokal ausgebracht werden können und damit für den Anwender und Verbraucher (Nutzer der Räume) mehr Sicherheit bieten als vernebelte Wirkstoffe.

Mindergiftig

Mindergiftig ist die frühere Bezeichnung für gesundheitsschädlich nach den Festlegungen der Gefahrstoffverordnung für den Toxizitätsbereich LDSO oral, Ratte zwischen 200 und 2.000 mg/kg Körpermasse. (sie-he auch gesundheitsschädlich)

Mittelrotation

Mittelrotation ist der planmäßige rotierende Wechsel in der Anwendung von verschiedenen Schädlingsbekämpfungsmitteln mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen, zu denen weder Gruppen-, Kreuz- oder multiple Resistenz besteht. Die Mittelrotation dient der Resistenzprophylaxe.

Molluskizide

Molluskizide sind chemische Pestizid-Wirkstoffe (Bekämpfungsmittel), die als Präparaten zur Tötung von Weichtieren (Weichtiergifte), insbesondere Schnecken angewendet werden.

Mutation

Mutation ungerichtete Veränderung im Genom Die Änderung findet an einer mehr oder weniger zufälligen Stelle statt und betrifft irgendein Gen. Sie kann vollkommen ohne Auswirkungen bleiben, weil der Bereich, in dem sich durch die Mutation eine Veränderung in der DNA-Sequenz ergeben hat, ohnehin nicht abgelesen wird (sogenanntes Intron). Mutationen können spontan auftreten. Sie können aber auch künstlich erzeugt werden, z.B. durch bestimmte, „mutagen“ genannte Chemikalien oder Strahlung wie Radioaktivität. Man unterscheidet Insertionen, Deletionen und Inversionen. - Insertion ist der zusätzliche Einbau eines DNA-Stückes, - Deletion ist die Entfernung eines DNA-Stückes, - Inversion ist die Umkehr eines DNA-Stückes, d.h. ein Stück wird ausgebaut und in umgekehrter Richtung wieder eingesetzt. Dabei können sowohl einzelne Basenpaare als auch mehrere Basenpaare betroffen sein. Allerdings sagt dies nichts über die Wirkung der Mutation aus. Schon ein einzelner Basenaustausch kann verheerende Folgen haben, während an einer anderen Stelle im Genom auch bei der Veränderung eines längeren DNA-Stückes keine Wirkung erkennbar ist.

Mykorrhizapilze

Mykorrhizapilze Mykorrhizapilze besiedeln Pflanzenwurzeln. Bei den ektotrophen („äusserlichen“) Mykorrhizapilzen entwickeln sich die Pilzhyphen zu einem dichten Geflecht auf den dicken, langsam wachsenden Kurzwurzeln. Die Wurzelhaare werden verdrängt, ihre Funktion von den Pilzhyphen übernommen. Mykorrhizapilze leben in Symbiose mit Baumwurzeln. Wesentlich ist der gegenseitige Stoffaustausch, der in den meisten Fällen zu gegenseitigem Nutzen erfolgt.

Mäuse

Mäuse sind als Kleinnager weit verbreitet. Bekannte Vertreter sind Hausmaus, Feldmaus und Waldmaus. Sie gelten als Vorratsschädlinge (Nahrungs- und Futtermittel), Gebäudeschädlinge (Gebrauchsmittel) und Krankheitsüberträger.

Mäusebekämpfung

Mäusebekämpfung, vorwiegend der Hausmaus, erfolgt bei Befall mit Rodentiziden, die größtenteils Cumarinderivate enthalten, deren Wirkung durch Antikoagulation des Blutes hervorgerufen wird. Kleine Populationen können durch Schlagfallen und auch mit Katzen bekämpft werden.