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G - Gasvergiftung bis Giftinformationzentren

Gasvergiftung bis Giftinformationzentren

Bezeichnung

Beschreibung

Gameten

Gameten Keim- oder Geschlechtszellen Im Unterschied zu den übrigen Zellen besitzen die Gameten – etwa Ei- und Samenzellen – nur einen einfachen Chromosomensatz. Gameten werden für die geschlechtliche Vermehrung bereitgestellt (Reifeteilung, Meiose). Nach der Vereinigung der mütterlichen und väterlichen Keimzellen fügen sich deren Chromosomen-Stränge zu einem doppelten Chromosomensatz. Dabei kommt es zum Austausch von mütterlichen und väterlichen Genen bzw. DNA (Crossing over).

Gasvergiftung

Gasvergiftung ist die Vergiftung durch Einwirkung von Gasen zum Beispiel Kohlenmonoxid, Methan, Stickoxide, durch die eine Sauerstoffverarmung im Organismus erfolgt.

Gefahrgutverordnung

Gefahrgutverordnung hat zum Hauptinhalt den Transport von gefährlichen Gütern (Gefahrgut). Dazu sind allgemeine Bestimmungen, Einstufung der Gefahrgüter, Verpackung der Gefahrgüter, Gefahrzettel, Vorschriften über Beförderungsmittel und Beförderung, Anwendung der Vorschriften, leere Verpackungen und Kleinmengenregelungen festgelegt.

Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)

Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) regelt den Umgang mit Gefahrstoffen und deren Kennzeichnung (mit Gefahrensymbolen, Sicherheitsratschlägen) und untersagt das Inverkehrbringen bestimmter Stoffe. Sie dient dem Schutz der Allgemeinheit, beruflich Exponierter, besonderer Personengruppen und der Umwelt vor stoffbedingten Schädigungen. Dabei hat der technische Arbeitsschutz (Beseitigung und Verminderung der Gefahrstoffe) Vorrang vor dem medizinischen Arbeitsschutz (Beschäftigungsbeschränkungen beziehungsweise -verbote, Vorsorgeuntersuchungen).

Genuss

Genuss von Alkohol ist vor und nach jeder Arbeit mit Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln nicht erlaubt. Das Trinken von Alkohol kann die gesundheitsschädigende Wirkung vieler Pestizid-Wirkstoffe im menschlichen Organismus erhöhen.

Gesundheit

Gesundheit ist das subjektive Fehlen körperlicher und seelischer Störungen beziehungsweise die Zuchtnachweisbarkeit entsprechender krankhafter Veränderungen. Laut WHO ist Gesundheit der Zustand völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens.

Gesundheitsschädlich

Gesundheitsschädlich (früher mindergiftig) ist ein Einstufungsbegriff der Toxizität (Giftigkeit) von chemischen Stoffen entsprechend den Festlegungen der Gefahrstoffverordnung. Gesundheitsschädlich sind Stoffe und Zubereitungen, wenn sie bei Einatmung, Verschlucken oder Aufnahme über die Haut zum Tode führen oder akute und chronische Gesundheitsschäden verursachen können.

Gewerbeaufsichtsämter

Gewerbeaufsichtsämter haben als Gewerbeaufsicht die Aufsicht über den staatlichen Arbeitsschutz zusammen mit dem staatlichen Gewerbearzt wahrzunehmen. Sie überprüfen die Durchführung der staatlichen Rechtsvorschriften wie Arbeitsstättenverordnung und die Gefahrstoffverordnung. Die Gewerbeaufsichtsbeamten sind berechtigt, die Betriebe während der Arbeitszeit zu besichtigen, Auskünfte zu verlangen, Proben zu entnehmen, sofort vollziehbare Anordnungen zu treffen und Ordnungsstrafen zu verhängen. Hinsichtlich der Beratung der Arbeitgeber, der Kontrolle und der Unfallanalyse deckt sich der Aufgabenbereich weitgehend mit denen der Unfallversicherungsträger. Der öffentlichrechtliche Arbeitsschutz wird dagegen durch die Träger der gesetzlichen Unfallversicherungen überwacht.

Gießausbringung

Gießausbringung ist ein Verfahren zur Applikation von Pestizid-Präparaten. Dabei erfolgt die Verteilung der Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel mit speziellen Gießgeräten. Gießen findet im gärtnerischen Pflanzenschutz Anwendung zur Behandlung von Sämlingen und Setzlingen beziehungsweise Pflanzenbeständen.

Gifte

Gifte sind Stoffe (Naturstoffe Chemikalien, Arzneistoffe und so weiter), die in relativ kleinen Mengen zum Teil erst nach Umwandlung im Organismus: (Giftung) durch ihre chemischer oder physikalischen Eigenschaften Funktionsstörungen, Gesundheitsschäden oder den To( hervorrufen können. „Alle Dinge sind Gift und nicht: ohne Gift, allein die Dosis macht dass ein Ding kein Gift ist" (Paracelsus 1538)

Gifteinteilung

Gifteinteilung erfolgt nach Festlegungen in der Gefahrstoffverordnung für die Stoffe (zum Beispiel Pestizide) entsprechen( ihrer mittleren letalen oraler Dosis (LD50 oral, Ratte). Sehr giftig <= 25 mg/kg Körpermasse giftig >25-200 mg/kg Körper masse, gesundheitsschädlich >=200-2000 mg/kg Körpermas se und >2000 mg/kg Körpermas se keine Einteilung als Gift.

Giftig

Giftig ist ein Einteilungsbegriff der Toxizität, festgelegt in de GefStoffV mit LD50 oral, Ratte 25 bis 200 mg/kg Körper gewicht. Giftig sind Stoffe und Zubereitungen, wenn sie in geringer Menge beim Einatmen Verschlucken oder Aufnahme über die Haut zum Tode führen oder akute oder chronische Gesundheitsschäden verursachen können.

Giftinformationszentren

Giftinformationszentren sind offizielle Zentren für Vergiftungsfälle in Deutschland. In einer Anzahl von Städten wie Berlin, Braunschweig, Bremen, Hamburg, Kiel, Koblenz, Ludwigshafen, Mains, München, Münster und Nürnberg befinden sich Informationszentren für Vergiftungsunfälle. Diese Zentren sind Tag und Nacht bereit, Auskünfte über Gegenmaßnahmen bei Vergiftungen aller Art zu geben.

Giftinformationszentren

Giftinformationszentren sind offizielle Informationszentralen für Vergiftungsfälle in Deutschland. In einer Anzahl von Städten wie Berlin, Braunschweig Bremen, Hamburg, Kiel, Koblenz, Ludwigshafen, Mains München, Münster und Zürn berg befinden sich Informationszentren für Vergiftungsunfälle. Diese Zentren sind Tag um Nacht bereit, Auskünfte übe Gegenmaßnahmen bei Vergiftungen aller Art zu geben.

Giftwirkung

Giftwirkung tritt in vielen typische Fällen zunächst an einzelnen Organsystemen auf. Da-bei ist die Wirkung abhängig von Menge, Konzentration, Löslichkeit, Verabfolgung beziehungsweise Ort der Einwirkung und deren Dauer, Resorbierbarkeit, Verteilung im Organismus und vom individuellen Körper-zustand.

Glufosinat

Glufosinat Herbizid-Wirkstoff zur Unkrautkontrolle; wird als Komplementärherbizid in Verbindung mit gentechnisch veränderten Pflanzen eingesetzt. (Markenname: Liberty) Glufosinat (ein Ammoniumsalz der Aminosäure Phosphinotricin) wird als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln (Herbizide) zur Unkrautkontrolle eingesetzt. Glufosinat ist für nahezu alle Pflanzen toxisch. Seine Wirkung beruht auf der Hemmung eines bestimmten, für das Stoffwechselgeschehen notwendigen Enzyms (Glutaminsynthetase). Als Folge der Herbizideinwirkung häuft sich das Zellgift Ammoniak in der Pflanzenzelle an und die Pflanze stirbt nach wenigen Tagen ab. Glufosinat ist relativ schnell biologisch abbaubar. Seine Halbwertzeit im Boden beträgt je nach klimatischen Bedingungen drei bis zwanzig Tage. Eine Anreicherung des Herbizids oder vorübergehend auftretender Abbauprodukte (Metabolite) konnte bisher nicht festgestellt werden. Seit 1984 wird Glufosinat als nicht selektives Herbizid (auch: Breitbandherbizid) zur Unkrautkontrolle vor allem im Obst- und Weinbau oder in Baumschulen eingesetzt. Lange war eine breite Verwendung von Glufosinat-Herbiziden im Ackerbau nicht möglich, da auch die Nutzpflanzen geschädigt werden. Neue Anwendungsmöglichkeiten für Glufosinat wurden mit dem Herbizidresistenz-System LibertyLink erschlossen. Mit gentechnischen Verfahren erhalten verschiedene Nutzpflanzenarten eine Toleranz gegenüber Glufosinat. Dazu wird ein bakterielles Gen in die Pflanzen übertragen, das die Pflanzenzelle in die Lage versetzt, den Wirkstoff Glufosinat in eine wirkungslose Substanz umzubauen.

Glukanase

Glukanase Enzyme, die Glukane abbauen Glukane sind wichtige Stützsubstanzen in den Zellwänden von Pflanzen oder Pilzen. Sie gehören zu den Kohlehydraten. Chemisch bestehen sie aus den gleichen Grundbausteinen (Einfachzucker) wie Stärken, unterscheiden sich von diesen jedoch durch besondere Bindungsformen innerhalb der Moleküle. Viele Mikroorganismen bilden natürlicherweise Glukanasen. Mit diesen Enzymen können sie die Glukane in den Pflanzen aufschließen und als Nährstoffe verwerten. Inzwischen werden auch großtechnisch hergestellte Glukanasen eingesetzt, etwa beim Bierbrauen, um die Bierhefen dabei zu unterstützen, Glukane aus der Gerste abzubauen. Diese verstopfen oft die Filter in den Brauereianlagen. (In Deutschland sind Glukanase-Zusätze beim Bierbrauen nicht zugelassen, da sie mit dem Reinheitsgebot nicht vereinbar sind.) Es sind jedoch auch Gene für bestimmte Glukanasen auf Pflanzen übertragen worden. Damit sollen die Glukane in Pilzen als Erreger von Pflanzenkrankheiten abgebaut werden. Pilzresistenzen, die auf dieser Strategie beruhen, werden etwa bei Weintrauben, Weizen oder Gerste entwickelt. Verwendet werden meist Gene für b-1,3-Glukanasen. Diese Enzyme greifen an speziellen Bindungsstellen innerhalb des großen Glukan-Moleküls an.