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Bezeichnung | Beschreibung | |
2,4-D | 2,4-D ist chemisch 2,4-Dichlorphenoxyethansäure, das heißt, eine chlorierte Phenoxyalkansäure. Auf Grund der Toxizität (LDSo oral, Ratte = 699 mg/kg) gilt 2,4-D als gesundheitsschädlich. 2,4-D-Präparate werden als Herbizide (Compo Rasenunkrautfrei, Duplusan KV-Kombi, U 46 D-Fluid ) verwendet. Als Symptome bei 2,4-D-Kontakt werden Reizungen der Haut, Atemwege und Augen genannt. Höhere Expositionen äußern sich in Müdigkeit, Schwäche, Übelkeit, Kopfschmerzen und MagenDarmbeschwerden. | |
DDT = Dichlordiphenyltrichlorethan | DDT = Dichlordiphenyltrichlorethan ist chemisch ein aromatischer Chlorkohlenwasserstoff. Es ist ein Insektizid-Wirkstoff, dessen Anwendung in Deutschland bereits 1972 wegen seiner kanzerogenen Eigenschaften und außergewöhnlich hohen Persistenz in der Umwelt und im menschlichem und tierisch( Organismus verboten wurde. - | |
DNA | DNA (desoxyribonucleic acid) Bezeichnung für den chemischen Aufbau der Erbinformation Die Bausteine der DNA sind die so genannten Nukleotide, die sich aus jeweils einem Zucker (Desoxyribose), einer Phosphorsäure und einer Base zusammensetzen. Diese Bausteine verbinden sich zu einem Riesenmolekül (beim Menschen etwa zwei Meter lang) aus zwei Nukleotidsträngen, welches die Form der berühmten Doppelhelix hat. Jeder der beiden Stränge trägt durch die Abfolge seiner Nukleotide die gesamte Erbinformation, die somit in jeder Zelle eines Organismus vollständig vorhanden ist. Die Verbindung der beiden Stränge erfolgt über die Basen Adenin (A), Cytosin (C), Guanin (G) und Thymin (T), wobei sich immer A mit T und C mit G paart. Aufgrund dieser komplementären Struktur kann die DNA sich bei der Zellteilung selbst verdoppeln. Sie teilt sich wie bei einem Reißverschluss in zwei Einzelstränge, die sich dann jeweils wieder zu einem Doppelstrang ergänzen. Auch bei der Übertragung der Erbinformation öffnet sich die DNA an den Stellen, die von der RNA "abgelesen" werden sollen. Ein Gen ist dabei ein bestimmter Abschnitt auf der DNA (Sequenz). 1953 wurde die Molekülstruktur der DNA von James Watson und Francis Crick entschlüsselt. Seit Anfang der siebziger Jahre ist man in der Lage, DNA-Moleküle mit Hilfe von Restriktionsenzymen an ganz bestimmten Stellen zu schneiden und neu zusammenzufügen. | |
DTA-Wert | DTA-Wert ist die duldbare tägliche Aufnahme eines Stoffes | |
Dampfdruck | Dampfdruck ist der Druck, der sich in einem Gefäß im Gleichgewicht zwischen seiner flüssigen oder festen Phase befindlichen gesättigten Dampfes ausbildet. Schädlingsbekämpfungsmittel mit einem hohen Dampfdruck verflüchtigen und verteilen sich zum Beispiel nach der Applikation sehr schnell. | |
Dazomet | Dazomet ist chemisch ein Thiadiazin, das auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 520 mg/kg) als gesundheitsschädlich eingestuft wird. Dazomet-Präparate (Basamid Granulat) werden als Bodenentseuchungsmittel angewendet. Beim Menschen wurden bei Kontakt mit Dazomet Haut- und Augenreizungen und Bullöse Dermatitis (Blasenbildung) beobachtet. | |
Dekontamination | Dekontamination ist die Behebung einer Verunreinigung (Kontamination) zum Beispiel durch Pestizide von Gegenständen, Arbeitsflächen und der Raumluft durch Entgiftung oder von Krankheitserregern durch Desinfektion. | |
Deltamethrin | Deltamethrin ist chemisch ein Pyrethroid, das auf Grund seiner Toxizität (LDSo oral, Ratte = 128 mg/kg) als giftig eingeordnet wird. Deltamethrin-Präparate (Decis flüssig, Decis EC, Detmoldelta, Schädlings-Vernichter Decis) werden als Insektizide appliziert. Bei DeltamethrinIntoxikation treten die type schen Pyrethroid-Vergiftung symptome auf. | |
Dermal oder kutan | Dermal oder kutan bedeutet die Haut betreffend. Dermale Aufnahme der Pestizide heißt, dass diese über die Haut aufgenommen (resorbiert) werden. | |
Dermatitis | Dermatitis ist eine Hauterkrankung, die sich in einer Hautentzündung und Hautrötung manifestiert. Sie wird hervorgerufen durch chemische, physikalische, allergische und mikrobielle Einwirkungen. | |
Desinfektion | Desinfektion bedeutet Entseuchung (Entkeimung). Nach dem DAB ist Desinfektion „totes oder lebendes Material in einen Zustand versetzen, dass es nicht mehr infizieren kann': Erreicht wird die Desinfektion durch Verminderung der Keimzahl mit Abtötung oder Inaktivierung aller Krankheitserreger (pathogene Viren, Bakterien, Protozoen) mit chemischen Mitteln oder durch physikalische Verfahren. | |
Desinfektionsmittel | Desinfektionsmittel sind geeignete chemische Mittel wie Chlor, Jod und deren Verbindungen (Chlorkalk, Tosylchloramin, Polyvidon-Jod) Ethylund Propylalkohol, Formaldehyd, Glutaraldehyd, Benzoesäure, Phenolderivate (Thymol, Kresole, Chlorphenole), Invertseifen (Benzalalkonium,hlorid), Schwermetallverbindungen (Sublimat, Silbernitrat). | |
Desinfektor | Desinfektor ist eine fach- und sachkundige, gesundheitssichernde Person, die unter anderem Desinfektionsmittel appliziert. | |
Detektion | Detektion (Pestizide) bedeutet Nachweis zum Beispiel von chemischen Substanzen (Pestiziden) durch analytischen Verfahren. | |
Diazinon | Diazinon ist chemisch ein Organophosphat mit einer LD50 oral, Ratte = 1250 mg/kg und deshalb als gesundheitsschädlich eingestuft. Diazinon-Präparate (Insektil-Di-forte, Knox out, Zidil Insektenspray) werden als Insektizide und Akarizide eingesetzt. Die Symptome der Acetylcholinesterase-Hemmung sind bei Vergiftungen feststellbar. | |
Dichlorvos (DDVP) | Dichlorvos (DDVP) ist chemisch ein Organophosphat, das auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 56 mg/kg) als giftig eingeordnet wird. DDVP-Präparate(Blattanex-Spezial-Spray, Detia Insekten Strip, Detmol fum, Hyganol-DD, Insektenstop, Mafu Nebelautomat, SchwabEx-spray) werden weitverbreitet als Insectizid appliziert. Als Vergiftungssymptome durch Dichlorvos werden die AcetylcholinesteraseHemmungserscheinugen beschrieben. | |
Dichte | Dichte (spezifisches Gewicht) ist eine physikalische Einheit und bedeutet spezifische Masse pro Volumeneinheit angegeben in g/cm 3 oder kg/m 3. | |
Difenacoum | Difenacoum ist chemisch ein Cumarinderivat. Auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 1,8 mg/kg) wird es als sehr giftig eingestuft. Defenacoum-Präparate (Bertram Defenacoum Fertigköder, Bertram-Mäuse-Spezialköder, Compo Mäuse-Korn, Compo Ratten-Mäuse-Köderblock, Mäusekorn, Rattenköderblock-D, Sugan Perfekt, Sugan Trankköder) werden als Rodentizide angewendet. Vergiftungssymptome durch Difenacoum sind die Hemmung der Blutgerinnung, Haut- und Schleimhautblutungen sowie in schweren Fällen Blut im Kot und Urin. | |
Difethialon | Difethialon ist chemisch ein Benzothiopyranonderivat, das wegen seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 0,6 mg/kg) als sehr giftig eingeordnet wird. Difethialon-Präparate (Contrax-D-Beutel, Contrax-D-Block, Contrax-D-Köder) werden als Rodentizide appliziert. Symptome der Vergiftung durch Difethialon sind nicht beschrieben. | |
Diflubenzuron | Diflubenzuron ist chemisch ein Harnstoffderivat mit einer sehr geringen Toxizität (LD50 oral, Ratte = 4640 mg/kg) und deshalb nicht als Gift eingestuft. Verwendet werden Diflubenzuron-Präparate (Dimilin 80 WG, Dimilin 25 WP) als Insektizid. Symptome einer Vergiftung durch Diflubenzuron sind nicht bekannt. | |
Dimethoat | Dimethoat ist chemisch ein Organophosphat, das wegen seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 300 mg/kg) als gesundheitsschädlich eingestuft wird. Dimethoat wird umfangreich in Insektizid-Präparaten (Bi 58 EC, Blattlaus-frei Spiess-Urania, Danadim 400 EC, Insektenspritzmittel Rogor, Perfekthion, Rosen-Pflaster) eingesetzt. Bei Exposition treten die typischen Symptome der Acetylcholinesterase-Hemmung auf. | |
Dioxine | Dioxine, bei Belastung verursachen diese hochgiftigen Substanzen beim Menschen schwere Haut- und Leberschäden, sowie Krebs. Dioxine sind schwer abbaubar und sammeln sich daher über die Nahrungskette in Organismen an. | |
Dioxine | Dioxine sind heterozyklische chemische Verbindungen mit zwei Sauerstoffatomen, Kurzbezeichnung für polychlorierte Dibenzodioxine (PCDD). Das giftigste Dioxin ist das 2, 3, 7, 8Tetrachlordibenzoparadioxin (TODD), das Hautschäden, Übelkeit Schwindelgefühl sowie Leberschäden verursacht. Dioxine sind unerwünschte Nebenprodukte bei Verbrennungsprozessen (Müllverbrennung bei zu niedrigen Temperaturen) und bei der technischen Verarbeitung chlorierter aromatischer Verbindungen, wie die Herstellung von Pestiziden und Desinfektionsmitteln. | |
Dosis | Dosis ist ein pharmazeutisch ein Maß (Gewicht), das heißt, die Menge eines Arzneimittels, die verabreicht werden darf. Die tolerierbare Dosis ist die höchst zulässige, nicht zu überschreitende Menge eines Gefahrstoffes, die nicht überschritten werden darf ohne, das gesundheitliche Schäden entstehen. | |
Dosis-Wirkung-Beziehung | Dosis-Wirkung-Beziehung ist die Abhängigkeit eines durch chemische oder physikalische Agenzien ausgelösten (therapeutischen oder toxischen) Effekts von der applizierten Dosis. Die Kenntnis der Dosis-Wirkungsbeziehungen stellt die Entscheidungsgrundlage für die Definition von Grenzwerten dar. | |
d-Phenothrin | d-Phenothrin ist chemisch ein Pyrethroid. Auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 5000 mg/kg) erfolgt keine Einstufung als Gift. Verwendet wird d-Phenothrin in Insektizid-Präparaten (Celaflor Insektenspray, Globol Insektenspray, Globol Schabenspray, Globol Ameisenköder, Flit Insekten Spray). Bei Intoxikationen wurden die charakteristischen Symptome einer Pyrethroid-Vergiftung beobachtet. | |