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Bezeichnung | Beschreibung | |
BAT-Wert | BAT-Wert ist der Biologische Arbeitsstoff-Toleranz-Wert, er ist die höchstzulässige Konzentration eines Stoffes oder seiner Metaboliten im Organismus oder die dadurch verursachte Abweichung eines biologischen Indikators von der Norm, die nach heutiger Erkenntnis im allgemeinen auch bei Dauerbelastung (8Std./Tag, 40 Std./ Woche) nicht zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung führt. | |
BAuA | BAuA Abkürzung für Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Deren Hauptsitz befindet sich mit dem Fachbereich Arbeitsschutz in Dortmund und der Fachbereich Arbeitsmedizin ist in Berlin präsent. | |
Bacillus thuringiensis (Bt) | Bacillus thuringiensis (Bt) Bodenbakterium, das ein für Fraßinsekten giftiges Kristallprotein bildet; wird als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt. Das wirksame Protein wird von den Bt-Bakterien in einer ungiftigen Form gebildet. Erst im Darm bestimmter Fraßinsekten wird es in eine giftige Variante (Delta-Endotoxin) umgewandelt, die den Darm der Insekten zerstört. Mit Bacillus thuringiensis-Präparaten werden seit langem viele Schadinsektenarten bekämpft. Man geht davon aus, dass sie– im Gegensatz zu vielen chemischen Insektiziden- sowohl für Menschen, als auch für nützliche Insekten harmlos sind. Deshalb sind sie auch im Ökologischen Landbau zugelassen. Mit Hilfe gentechnischer Verfahren können die aus Bt-Bakterien isolierten Wirkstoff-Gene (Bt-Toxin) auf Pflanzen übertragen werden. Diese produzieren nun in ihren Zellen den für Fraßinsekten giftigen Wirkstoff. Auf diese Weise sind bei verschiedenen Kulturpflanzen gentechnisch vermittelte Insektenresistenzen erzeugt worden. Weltweit werden in mehreren Ländern Bt-Mais und Bt-Baumwolle angebaut. | |
Baculoviren | Baculoviren Gruppe von Viren, die Insekten infizieren und töten können. Baculoviren werden als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt. Allerdings sind sie nur in ganz bestimmten Entwicklungsstadien der Insekten einsetzbar. Wenn dieser Zeitpunkt verpasst wird, sind sie unwirksam. Mit gentechnischen Methoden sollen die Viren so verändert werden, dass sie über einen längeren Zeitraum wirksam sind. Da es ausgesprochen problematisch ist, gentechnisch veränderte Viren freizusetzen, werden die Viren zunächst nur so verändert, dass sie keine neuen Eigenschaften haben, aber in der Natur nachgewiesen und beobachtet werden können. Außerdem wird die DNA der Baculoviren als Klonierungsvektor eingesetzt. | |
Bakteriozide | Bakteriozide sind Chemikalien mit bakterientötender Wirkung. Sie werden zur Vernichtung bacterieller Krankheitserreger in Desinfektionsmitteln und Chemotherapeutika genutzt. Organische Quecksilberverbindungen, Formaldehyd, Phenole und Alkohole u.a. werden angewendet | |
Basen | Basen Bausteine der Nukleinsäuren DNA und RNA. In der DNA kommen vier Basen vor: Adenin (A), Cytosin (C), Guanin (G) und Thymin (T). (In der RNA fehlt Thymin und stattdessen ist Uracil (U) vorhanden). Diese vier Basen codieren die Erbinformation, deshalb werden die vier Buchstaben A, C, G und T auch als „Alphabet des Lebens“ bezeichnet. )Wenn man sich die DNA als eine in sich verdrehte Leiter vorstellt, dann bestehen die Sprossen dieser Leiter aus Basenpaaren, wobei sich immer nur Adenin mit Thymin und Cytosin mit Guanin paaren kann. Dabei steht eine Kombination von jeweils drei Basen für eine Aminosäure. | |
Baubiologie | Baubiologie berücksichtigt die Einwirkung von Haus, Wohnung und Umgebung auf den Menschen. Dabei werden vor allem gesundheitlich unbedenkliche und natürliche Baustoffe verwendet, wie Holz, Lehm, Kork u.a. | |
Bautenschutz | Bautenschutz ist der Schutz insbesondere des Holzes (Materialschutz) in Gebäuden vor der zerstörenden Wirkung von Schadorganismen (Bakterien, Pilze und Insekten). Zur Abwehr der unerwünschten Schadorganismen werden neben physikalisch-mechanischen Verfahren vor allem hochwirksame Chemikalien in Form der Holzschutzmittel eingesetzt. | |
Be- und Entlüftung | Be- und Entlüftung machen sich in Räumlichkeiten erforderlich, wenn insbesondere durch Schadstoffe die Luftqualität b einträchtigt ist. Besonders nac_ der Anwendung von Schädlingsbekämpfungsmitteln sind gründliche Lüftungsmaßnahmen erforderlich Das kann über Abluftund Zuluftöffnungen erfolgen | |
Begasungen | Begasungen sind Bekämpfungen von Schadorganismen (Insekten, Nagetiere, Pilze) mit sehr giftigen und giftigen Chemikalien und Zubereitungen (Begasungsmittel) mit Hilfe spezieller Ausbringungsgeräte. Die Verwendung darf nur unter bestimmten Voraussetzungen erfolgen. Wer Begasungen durchführen will, der muss über einen Befähigungsschein verfügen und die Erlaubnis der zuständigen Behörde einholen | |
Begasungsmittel | Begasungsmittel sind Stoffe und Zubereitungen mit denen Begasungen durchgeführt werden. Es dürfen nur solche Begasungsmittel verwendet werden, die von der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft zugelassen sind. Dazu zählen folgende Stoffe: Brommethan (Methylbromid), Cyanwa serstoff (Blausäure), Ethylen-oxid, Phosphorwasserstoff und Phosphorwasserstoff-entwickelnde Stoffe (Phosphide) sowie Formaledyd. | |
Behälterkennzeichnung | Behälterkennzeichnung ist entsprechend der Gefahrstoffverordnung (Arbeitsstoff-Verordnung) für gefährliche Arbeitsstoffe durch die genaue Beschriftung und Symbol-Kennzeichnung von Behältnissen und Gebinden, in denen sich z.B. Schädlingsbekämpfungsmittel befinden, vorzunehmen. | |
Beizmittel | Beizmittel sind chemische Substanzen (Pflanzenschutzmittel), die als Pulver, Suspension, Emulsion oder Lösung mit Hilfe von Beizgeräten fein verteilt auf das Saatgut aufgebracht werden. Das Beizen ist die Behandlung des Saat- und Pflanzgutes zur Bekämpfung von Krankheitserregern. Als Beizmittel kommen Präparate mit den Wirkstoffen Carbosulfan, Guazatin, Imazalil, Iprodion und Triticonazol zur Anwendung | |
Bendiocarb | Bendiocarb ist chemisch ein Carbamat. Wegen seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 40-64 mg/ kg) erfolgt die Einstufung als giftig. Dieser Wirkstoff ist Bestandteil von Insektizid- und Repellent-Präparaten. Bei Aufnahme in den Körper werden Symptome einer reversiblen Acetylcholinesterase-Hemmung beobachtet. | |
Benomyl | Benomyl ist ein Carbamat, das als Fungizid angewendet wird. Auf Grund seiner sehr geringen Toxizität (LD50 oral, Ratte = 10000 mg/kg) erfolgt keine Einstufung als Gift. Gesundheitliche Störungen beim Menschen durch Aufnahme sind nicht beschrieben. | |
Benzalkoniumchlorid | Benzalkoniumchlorid gehört chemisch zu den quaternären Ammoniumverbindungen. Es wird auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 400 mg/kg) als gesundheitsschädlich eingestuft. Benzalkoniumchlorid Präparate werden als Algizide und Desinfektionsmittel (Dimanin A, Dimanin Spezial) verwendet. Durch Fehlanwendungen oder auch orale Aufnahme der Konzentrate kommt es zu Verätzungen mit zum Teil tödlichem Ausgang. | |
Benzin | Benzin ist ein Gemisch von flüssigen, kettenförmigen, gesättigten Kohlenwasserstoffen mit einer Kohlenstoffzahl zwischen 5 und 10, verunreinigt durch einen geringen Anteil an aromatischen Kohlenwasserstoffen. Verwendet wird Benzin vorwiegend als Vergaserkraftstoff und daneben als Lösungsmittel. | |
Benzol | Benzol ist die Grundverbindung der aromatischen (ringförmigen) Kohlenwasserstoffe mit der Formel C6H6. Benzol wird vorwiegend als Lösungsmittel für Fette, Harze und in der Gummiindustrie, Kleber-, Putzmittel- und Kunstoffherstellung verwendet. Akute Intoxikationen (Einatmung, Hautresorption) führen zu narkotischen Wirkungen. Chronische Aufnahmen bewirken Knochenmarkschäden, Entartung des weißen Blutbildes (wirkt kanzerogen) und Chromosomenaberrationen in Lymphozyten. | |
Berufsgenossenschaften (BG) | Berufsgenossenschaften (BG) sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherungen (35 gewerbliche und 20 landwirtschaftliche BG). Die Berufsgenossenschaften haben mit allen geeigneten Mitteln auf die Vermeidung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten hinzuarbeiten, für eine wirksame Erste Hilfe zu sorgen und die Wiedereingliederung in die Arbeit, Beruf und die Gesellschaft zu betreiben | |
Berufskrankheiten | Berufskrankheiten werden durch besondere Einwirkungen verursacht, denen bestimmte Personengruppen durch ihre Arbeit in erheblich höherem Grade als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sind. Dabei handelt sich um Krankheiten, die nach dem gegenwärtigen Stand der medizinischen Wissenschaften durch die Bundesregierung in der Anlage 1 der Berufskrancheitenverordnung (BeKV) aufgeführt sind. Nicht in der Berufskrankheiten-Liste (BK-Liste) aufgeführte Erkrankungen können als Berufskrankheiten anerkannt werden, wenn die sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind. Berufskrankheiten sind versicherungsrechtlich den Arbeitsunfällen gleichgestellt. | |
Betacyfluthrin | Betacyfluthrin ist chemisch ein Pyrethroid, das wegen seiner hohen Toxizität (LD50 oral, Ratte = 11 mg/kg) als sehr giftig eingeordnet wird. Es kommt in Insektizid-Präparaten (Responsar SC, Bulldock) zur Anwendung. Bei Intoxikationen treten die characteristischen Pyrethroid-Vergiftungssymptome auf. | |
Betriebsanweisungen | Betriebsanweisungen dienen der Sicherheit der Arbeitnehmer (Schädlingsbekämpfer) entsprechend den Festlegungen in der Gefahrstoffverordnung. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, eine arbeitsbereichs- und stoffbezogene Betriebsanweisung zu erstellen. Darin werden die Arbeitsplätze, die Bezeichnung der Gefahrstoffe (Pestizide), die beim Umgang mit den Gefahr stoffen auftretenden Gefahren für Mensch und Umwelt sowie die erforderlichen Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln sowie Erste Hilfe Maßnahmen beschrieben und auf die Entsorgung entstehender gefährlicher Abfälle hingewiesen. Die Betriebsanweisung muss an geeigneter Stelle bekannt gemacht werden. Jährlich sind Unterweisungen über mögliche Gefahren sowie notwendige Maßnahmen beim Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen durch den Arbeitgeber vorzunehmen und durch die Arbeitnehmer schriftlich zu bestätigen. | |
Bi 58 EC | Bi 58 EC ist ein weit angewendetes Organophosphat-Präparat mit dem insektiziden Wirkstoff Dimethoat. Seine Toxizität mit LD50 oral, Ratte = 500 mg/kg bedeutet gesundheitsschädlich. | |
Bioallethrin | Bioallethrin ist chemisch ein Pyrethroid, das auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 709 mg/kg) als gesundheitsschädlich eingestuft wird. Verwendet werden Bioallerthrin-Präparate als Insektizide (Bertram Wespen-Ex, Detmold-spray). Vergiftungen zeigen sich Hautallergien, Bewusstseinstrübungen,Krampfanfällen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Herz-Kreislauf- und Atemstörungen. | |
Biochemischer Sauerstoffbedarf | Biochemischer Sauerstoffbedarf ist ein Maß für die Wasserqualität. In Gewässern wird gemessen wieviel Sauerstoff die Bakterien benötigen, um organische Stoffe (z.B. Kohlenstoffverbindungen) biologisch abzubauen. | |
Biogas | Biogas steht aus einer Mischung von 55-70% Methan, 27-44% Kohlendioxid und geringen Anteilen an Schwefelwasserstoff und Wasserstoff. Biogas entsteht bei Vergärung und kommt in der Natur als Sumpfgas vor, oder bildet sich auch in Rindermägen. Jede Art von Biomasse läßt sich zu Biogas vergären, deshalb kann man in der Praxis aus der Faulung von Tierfäkalien und von Klärschlamm sowie aus Mülldeponien dieses Gas für die Energieversorgung gewinnen. | |
Bioindikatoren | Bioindikatoren sind in einem bestimmten Lebensraum vorhandene Organismen die sensibel auf Änderungen reagieren und somit Informationen über die Belastungen der Umwelt durch Schadstoffe geben. Man unterscheidet: Monitorarten (sammeln Schadstoffe an), Testarten (dienen zur Ermittlung von Giftigkeit in Stoffen) und Zeigearten (das Vorhandensein von Schadstoff wird durch ihre Existenz bezeugt). | |
Biologische Schädlingsbekämpfung | Biologische Schädlingsbekämpfung umfasst Verfahren, in denen durch biologische und biotechnische Maßnahmen (Einsatz natürlicher Feinde oder Parasiten, Biotop- und Biozönoseveränderung) die Beseitigung der Schädlinge erfolgt. Oder durch den Einsatz die Förderung lebender Organismen (Nützlinge) mit dem Ziel erfolgt, dass die Vernichtung bzw. Reduzierung schädlicher Arten erfolgt. | |
Biologischer Arbeitsstofftoleranzwert (BAT-Wert) | Biologischer Arbeitsstofftoleranzwert (BAT-Wert) ist die höchstzulässige Konzentration eines Stoffes oder seiner Metaboliten im Körper oder die dadurch ausgelöste Abweichung eines biologischen Indikators von seiner Norm, die nach heutiger Kenntnis im allgemeinen auch bei Dauerbelastung (8-hTag/40-h-Woche) nicht zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung führt. | |
Bioresmethrin | Bioresmethrin ist chemisch ein Pyrethroid mit einer sehr geringen Toxizität (LD50 oral, Ratte = 4640 mg/kg) und deshalb ohne Einstufung als Gift. Zur Anwendung kommen BioresmethrinPräparate als Insektizid (Detmold-safe). Symptome von Bioresmethrin-Intoxikationen stimmen mit den charakteristischen Vergiftungserscheinungen aller Pyrethroide überein. | |
Biostoffverordnung | Biostoffverordnung konkretisiert das Arbeitsschutzgesetz für den Bereich der Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen. Sie ist anzuwenden sowohl bei Tätigkeiten mit biologischen Agenzien als auch bei Tätigkeiten in deren Gefahrenbereich. Nicht jeder Kontakt mit biologischen Agenzien wird durch die Verordnung erfasst, z. B. das bloße passive Ausgesetzt sein gegenüber Krankheitserregern. | |
Biozide | sind chemische Wirkstoffe oder diese enthaltende Zubereitungen, die dazu bestimmt sind, schädliche Orga nismen abzutöten, abzuschrecken, unschädlich zu machen oder in anderer geeigneter Weise zu bekämpfen und Schädigungen durch sie zu vermeiden. | |
Biozidrichtlinie | Biozidrichtlinie beinhaltet die Bewertung der Wirkstoffe durch einen Expertenausschuss (EUEbene), die Zulassung von Biozid-Produkten durch die Behörden, die umfassende Datenanforderung für Wirkstoffe und Produkte sowie die vergleichende Bewertung der Wirkstoffe und Regeln für die auf dem Markt befindlichen Wirkstoffe und Biozid-Produkte. | |
Borverbindungen | Borverbindungen sind chemische Verbindungen des Nichtmetalls Bor. Wichtige Bonverbindungen sind Borsäure (H3B0) und Borax (Na, B4 0,). Borsalze und Borsäure werden u.a. als Wirkstoffe in Holzschutzmitteln angewendet. | |
Brandfördernde Stoffe | Brandfördernde Stoffe haben die Eigenschaft, den Brand von brennenden Stoffen zu beschleunigen, indem sie Sauerstoff freisetzen wie Kalisalpeter (KNO3). | |
Brandklassen | Brandklassen für brennbare Stoffe bedeutet die Einordnung dieser Stoffe entsprechend ihrer Brennbarkeit nach der Gefahrstoffverordnung. Dabei werden die Brandklassen A (brennbare feste Stoffe), B (brennbare Flüssigkeiten), C (brennbare Gase und Dämpfe), D (brennbare Leichtmetalle) und E (brennbare elektrische Einrichtungen) unterschieden. Bei Bränden dürfen nur die festgesetzten Löschmittel für die einzelnen Brandklassen verwendet werden. | |
Brennbare Flüssigkeiten | Brennbare Flüssigkeiten sind Stoffe, die einen Flammpunkt haben und bei 35 °C weder fest noch salbenförmig sind. Sie haben bei 50 °C einen Dampfdruck unter 3 bar. (z.B. Benzin, Alkohol ). | |
Brodifacoum | Brodifacoum ist chemisch ein Cumarinderivat, das als sehr giftig (LD50 oral, Ratte = 0,75 mg/ kg) eingestuft ist. Zur Anwendung kommen BrodifacoumPräparate als Rodentizide (Rattenköderblock Brodifacoum, Brodifacoum Pellets, Sugan Köder-Riegel). Vergiftungssymptome beim Menschen sind Hemmung der Blutgerinnung, Haut- und Schleimhautblutungen, Blut Stuhl und Urin. | |
Brom | Brom ist chemisch ein giftiges, flüssiges Halogen (Br2) von tiefrotbrauner Farbe, das sehr leicht verdampft und braunrote Dämpfe ausbildet, die sich durch einen stechenden Geruch auszeichnen. Brom-Dämpfe sind sehr aggressiv auf der Haut und Atmungsorgane mit tödlichen Verätzungen der Bronchien. Bromverbindungen kommen als Arzneimittel und als Reizstoffe (Tränengas) sowie in Pestiziden zur Anwendung. | |
Bromadiolon | Bromadiolon ist chemisch ein Cumarinderivat. Auf Grund seiner Toxizität (LD50 oral, Ratte = 1,3 mg/kg) ist es als sehr gilt= gekennzeichnet. Zur Anweidung kommt es in Rodentizid Präparaten (Contrax-top-Köder, Bromadiolon-Fertigköder, Ratten- und Mäuse-Fertigköder). Bei Vergiftungen wurden Nasenbluten, Hämatome, punktförmige Blutungen der Haut und Blutungen in Körperhöhlen festgestellt. | |
Brommethan | Brommethan (Methylbromid) ist chemisch ein Halogenkohlenwasserstoff (CH3Br). Die LD50 oral, Ratte = 100 mg/kg bedeutet, dass dieser insektizide Wirkstoff als giftig gekennzeichnet ist. Es wird als Begasungsmittel in Räumen angewendet. Als Vergiftungssymptome beim Menschen sind bekannt Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindelgefühl, Übelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen, Lungenödem, | |
Bt-Toxin | Bt-Toxin ein für Fraßinsekten giftiges Protein, das vom Bodenbakterium Bacillus thuringiensis gebildet wird und seit langem als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt wird. Mit Hilfe gentechnischer Verfahren können die aus Bacillus thuringiensis isolierten Bt-Toxin-Gene auf Pflanzen übertragen werden. Diese produzieren nun in ihren Zellen den für Fraßinsekten giftigen Wirkstoff. Es sind ca. 170 natürlich vorkommende Bt-Toxine mit unterschiedlicher Wirkungsbreite bekannt. Um eine gentechnisch vermittelte Insektenresistenz zu erzeugen, werden verschiedene Varianten von Bt-Genen übertragen, bei Mais etwa Cry 1Ab, Cry 1Ac und Cry 9c. Diese unterscheiden sich sowohl in der Länge, als auch bei den verwendeten Promotoren. Je nach Bt-Gen-Variante differieren die transgenen Maissorten sowohl bei der Menge des Bt-Toxins als auch bei dessen Verteilung in der Pflanze. So produzieren einige Bt-Maissorten das Bt-Toxin vor allem im Stängel, andere hingegen in allen Pflanzenteilen. | |
Chitinase | Chitinase Enzym, das Chitin, den Zellwandbaustein der meisten Pilze abbaut. Chitin übt bei verschiedenen wirbellosen Tieren (z.B. Insekten, Spinnen) ähnliche Stützfunktionen aus wie Cellulose bei Pflanzen. Chitin (ein Mehrfachzucker) ist auch in den Zellwänden von Hefen, Pilzen und Algen anzutreffen. Verschiedene Mikroorganismen können das Enzym Chitinase produzieren, mit dem sie Chitin abbauen können. Werden Chitinase-Gene in das Genom von Pflanzen übertragen, können diese krankheitserregende Pilze abtöten, indem sie das Chitin in deren Zellwand angreifen. Dieser Ansatz - über ein Chitinase-Gen vermittelte Pilzresistenz - wird etwa bei Weinreben erprobt, um deren Widerstandsfähigkeit gegen Pilzbefall wie Mehltau oder Grauschimmel zu erhöhen. | |